Ehrensache! – Projekte zum Mitmachen

Bei den im folgenden kurz beschriebenen Projekten können Studierende der JGU, vorzugsweise mit dem Schwerpunkt bzw. Beifach Strafrechtspflege, nach ihren jeweiligen Interessen und (zeitlichen) Möglichkeiten mitarbeiten. Das Studium selbst und die Examensvorbereitung sollten selbstredend Vorrang haben, gleichwohl kann die Mitarbeit bei einem der Projekte ein guter Ausgleich oder Ergänzung sein.

 

Alle Projekte haben drei gemeinsame Ziele:

- Herstellung eines praktischen (und zum Teil durchaus auch emotionalen) Bezuges zu Arbeitsfeldern der Strafrechtspflege als Unterstütznung der Lernmotivation

- Kennenlernen straffällig gewordener (junger) Menschen nicht als "Verbrecher", sondern als "normale" Mitmenschen, die in einem bestimmten Teil oder einer Phase ihres Lebens "Mist gebaut" haben, bevor man als Justizangehörige(r) über sie zu entscheiden hat

- andere Menschen ehrenamtlich unterstützen, die schlechtere Ausgangsbedingungen haben bzw. in schlechteren Situationen leben als man selbst, was aber gleichzeitig positive Wirkungen für einen selbst hat (Dienstleistungslernen oder "Service Learning")

Mitarbeitende Studierende erhalten am Ende ihrer Mitarbeit eine ausführliche Ehrenamtsbescheinigung, die auch für den (beruflichen) Lebenslauf verwendet werden kann, aber natürlich nicht die Hauptmotivation für die Mitarbeit sein sollte.

Interessenten melden sich bitte bei Dr. Schallert, der über die Teilnahme entscheidet. Die Teilnehmerzahl ist aus praktischen Gründen in allen Projekten begrenzt, z.T. bestehen längere Wartelisten.

 

Arbeitsgruppe Strafverteidigung

Interessierte Studierende können im Rahmen dieser semester-unabhängigen (d.h. ständigen) Arbeitsgruppe Einblick in geeignete aktuelle, von RA Dr. Schallert uind RA Dr. Sobota bearbeitete Strafrechtsfälle bekommen (sofern die Mandanten einverstanden sind), daran mitarbeiten und auf diesem Weg das Strafrecht in seiner interdisziplinären Wirklichkeit "live" erleben.

Zeitlicher Rahmen: Treffen etwa 2x im Semester, dazwischen Mitarbeit am Fall je nach Bedarf

Besonderheiten: begrenzte Teilnehmerzahl, keinerlei zeitliche Verpflichtung, als praktische Studienzeit bedingt anrechenbar, vorzugsweise für Studierende mit dem Wahlpflichtbereich „Strafverteidigung" mit der grundsätzlichen Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit im Rahmen des persönlich Möglichen und die Unterzeichnung einer Verschwiegenheits-Verpflichtung.

Ein Beispiel für diese Arbeitsweise war die Verteidigung in Sachen Café Balance.

 

"Erste Rechtshilfe" in der Mainzer Drogen- und Jugendberatung

Zeitlicher Rahmen: in Gruppen, vierzehntäglich - je nach individuellen Möglichkeiten der Teilnehmer(innen)

Besonderheit: vorzugsweise für Studierende mit dem Wahlpflichtbereich „Strafverteidigung“

 

„Knastgruppe“

(zwei)wöchentliche Gesprächsrunden mit Untersuchungsgefangenen in der JVA Rohrbach.

Näheres zur Gruppe finden Sie hier.

Zeitlicher Rahmen: 14tägig Montagabend

Besonderheiten: potentielle Mindest-Mitarbeitszeit von 1-2 Jahren, Warteliste

 

gemeinsam mit straffälligen Jugendlichen alten Menschen Sehnsüchte erfüllen (helfen)

Zeitlicher Rahmen: zentrales Projekttreffen jeden 1. Montag im Monat um 18 Uhr im Mainzer städtischen Altenheim Altenauergasse 7, 55116 Mainz; 1-2 Treffen/Aktionen pro Monat, aber nicht jede(r) jedes Mal

Besonderheiten: Ein- und Ausstieg sind jederzeit möglich (einfach zu den Projekttreffen kommen); die einzelnen gewählten Projekte sollen aber durchgeführt und abgeschlossen werden;

Kooperationsprojekt mit der Jugendgerichtshilfe Mainz, der Evgl. Altenseelsorge im Dekanat Mainz und dem Städtischen Altenheim.

Hier finden Sie das aktuelle Projekt-Faltblatt und einen aktuellen Bericht im Magazin der JGU.

 

Waldprojekt in der Pfalz

Arbeitswoche gemeinsam mit Gefangenen aus dem „Projekt Chance“ im CJD Creglingen

Zeitlicher Rahmen: nach 2018 und 2019 vermutlich auch wieder Ende Juli/Anfang August 2020

Besonderheiten: harte Bedingungen (Camping, kein Handynetz, restriktive Regeln, kein Alkohol/Drogen, keine warmen Duschen (aber ein kleiner See), ganztags anspruchsvolle, anstrengende Arbeit), aber auch Pfadfinderromantik; Fahrtkosten und Arbeitsschuhe zahlt jede(r) selbst; Verpflegunmg und Unterkunft sind frei.

Teilnehmer(innen) 2018

Projekt "Mittelalter-Zaun" 2019

Benefizlauf in der Jugendstrafanstalt Schifferstadt

Für einen guten Zweck gemeinsam mit Gefangenen und anderen externen Teilnehmern so viel laufen, wie jede(r) will

Zeitlicher Rahmen: nach 2018 und 2019 voraussichtlich wieder im September 2020, vermutlich verbunden mit einer größeren Aktion gemeinsam mit Gefangenen der JSA. Näheres später an dieser Stelle.

Besonderheiten: bis zu 20 Teilnehmer von der JGU; € 1,- je gelaufene Runde, DJ und Live-Band, Getränke, Kuchen …

Das Mainzer Uni-Team 2018