Rückblick

19. Kriminologisches Forum am 19.2.2017: Hass trifft Helfer - Zahlen und Hintergründe zur Gewalt gegen Funktionsträger des Gemeinwesens


6. EFPPP-Symposium vom 3. bis 4. November 2016 in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin der JGU Mainz

Ergebnisse empirischer Forschung sind sowohl für das Verständnis der Entwicklung delinquenten Verhaltens als auch für Begutachtung und Behandlung von Straftätern von großer Bedeutung. Ziel dieser Veranstaltung ist es, empirische Ergebnisse zu Diagnose-, Behandlungs-, Präventions- und Prognoseansätzen darzustellen und deren Bedeutung für die forensische Psychiatrie zu diskutieren.

Insbesondere sollen Forschungsprojekte und -ansätze von jüngeren Forscherinnen/Forschern und Therapeutinnen/Therapeuten vorgestellt und diskutiert werden. Die drei besten Arbeiten werden prämiert. Alle Beiträge werden im EFPPP Jahrbuch 2016 (MWV) publiziert.

Die Veranstaltungsreihe ist als Wanderveranstaltung der Universitäten Göttingen, Hamburg und Homburg konzipiert und wird in diesem Jahr von der Forensischen Psychiatrie und Psychotherapie an der Klinik für Psychiatrie und Psychiatrie der Universitätsmedizin Mainz in Verbindung mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Forensik (ZIF) der Universität Mainz ausgerichtet. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Gelegenheit nutzen, Ihre Forschungsprojekte im Rahmen dieser Veranstaltung in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz zu präsentieren und mit anderen Wissenschaftlern zu diskutieren.


"Familienrechtliche Gutachten mangelhaft? Lösungsansätze in der interdisziplinären Diskussion"

Vielfach wurden und werden Sachverständige als "heimliche Richter" in Kindschaftsrechtsverfahren bezeichnet. Ihre Gutachten entscheiden oft faktisch die entsprechenden Verfahren, nur selten kommt es zu abweichenden Entscheidungen. Umso bedenklicher ist es, dass laut der Studie der FernUniversität Hagen aus dem Jahre 2014 eine Vielzahl der Gutachten fachliche Mängel aufweist.
Diese Tatsache und drastische Einzelfälle haben nicht nur zu einer erheblichen Resonanz in den Medien geführt, sondern auch den Gesetzgeber zu Neuregelungen des Sachverständigenrechts veranlasst und zu fachlichen Diskussionen über Qualitätsstandards familien-psychologischer Gutachten geführt. So wurden durch die "Arbeitsgruppe Familienrechtliche Gutachten 2015" unter Beteiligung von Vertretern juristischer, psychologischer und medizinischer Fachverbände, der Bundesrechtsanwaltschaft und der Bundespsychotherapeutenkammer, begleitet durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Empfehlungen hinsichtlich der Mindestanforderungen an die Qualität von Sachverständigengutachten im Kindschaftsrecht erarbeitet und seitens einer Arbeitsgruppe von Richterinnen und Richtern des OLG Celle inhaltliche Anforderungen an Sachverständigengutachten hinsichtlich Transparenz, Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit formuliert (FamRZ 2015, 1675-1677).
Verbindliche Mindeststandards bestehen bislang nicht. Im Hinblick auf die Kernfrage, nämlich der nach dem Kindeswohl, und die Regelung des § 163 Abs. 2 FamFG, wonach das Gericht in Verfahren anordnen kann, dass der Sachverständige bei der Erstellung des Gutachtens auch auf die Herstellung des Einvernehmens zwischen den Beteiligten hinwirken soll, stellt sich die Frage, welche sachverständige Vorgehensweise nun konkret zu fordern ist.

Namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker eruierten diese Probleme auf der Fachtagung des Zentrums für Interdisziplinäre Forensik (ZIF) zum Thema "Familienrechtliche Gutachten mangelhaft? Lösungsansätze in der interdisziplinären Diskussion" am 6. Oktober 2016 in Mainz und Lösungen gemeinsam diskutiert.

Materialien zur Veranstaltung

Nachfolgend finden Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung bereitgestellte Materialien. Die Unterlagen sind passwortgeschützt.

Unterlagen zum Vortrag von Herrn Professor Dr. Stefan Stürmer.

Unterlagen zum Vortrag von Frau Dr. Anja Kannegießer.

Unterlagen zum Vortrag von Herrn Professor Dr. Rainer Banse.

Unterlagen zum Vortrag von Herrn Professor Dr. Uwe Jopt.


18. Kriminologisches Forum am 25.1.2016: "EINSTIEG – UMSTIEG – AUSSTIEG - Ausstiegsprozesse aus kriminellen Karrieren professionell begleiten"

Näheres zum Programm hier


Fachtagung "Kinder im Fokus von Trennung und Scheidung -
Paritätische Doppelresidenz (Wechselmodell)"

Montag, 22. September 2014 - Näheres zum Programm hier

Begrüßung und Einführung von Frau Prof. Dr. Eberl-Borges. Handout von Frau Prof. Dr. Sünderhauf hier.


Vortragsreihe zum Themenschwerpunkt des Studium generale »Gut und Böse« im SoSe 2014

Prof. Dr. Renate Volbert (Charité Berlin) zum Thema "Wie kommt es zu falschen Geständnissen und kann man sie erkennen?", Donnerstag, 22. Mai 2014

Prof. em. Dr. Hans-Jürgen Kerner (Eberhard Karls Universität Tübingen) zum Thema "Bedeutung der Kriminologie für die Praxis der Strafrechtspflege",
Donnerstag, 5. Juni 2014

Prof. Dr. Jörg Kinzig (Eberhard Karls Universität Tübingen) zum Thema "Ein Kampf gegen Windmühlenflügel? – Kriminologische und kriminalpolitische Aspekte der Sicherungsverwahrung", Donnerstag, 10. Juli 2014


Eröffnungsveranstaltung des Zentrums für Interdisziplinäre Forensik (ZIF)

Donnerstag, 8. Mai 2014 - Näheres zum Programm hier

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Jochen Hartloff, Minister der Justiz und für Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz, begrüßt die Bündelung der an der Johannes Gutenberg-Universität vorhandenen Expertise auf dem Gebiet der Forensik im neuen Zentrum für Interdisziplinäre Forensik (ZIF).

Berichte zur Auftaktveranstaltung erschienen in der Allgemeinen Zeitung, der F.A.Z.-Rhein-Main-Zeitung, auf www.azur-online.de und auf der Abteilungsseite Kommunikation und Presse der Johannes Gutenberg-Universität. Fotos: Uwe Feuerbach.