Lehre


Regelmäßige Lehrveranstaltungen

Seminar für Angewandte Kriminologie (jedes Semester)

Aufbauend auf die Vorlesung "Angewandte Kriminologie" (Kriminologie II) besteht im Rahmen dieses Seminars die Möglichkeit, eine kriminologische Einzelfallanalyse anhand der Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfall-Analyse (MIVEA) zu schreiben und auf diese Weise die Methodik der Angewandten Kriminologie selbst an einem authentischen Fall auszuprobieren. Daneben werden die dogmatischen und empirischen Grundlagen strafrechtlicher Prognostik (Einschätzung krimineller Gefährdung und kriminologisch fundierte Interventionsplanung) vermittelt.

Seminar Psychologie im Strafrecht (jedes Sommersemster)

Interdisziplinäres Seminar für angehende Psychologen und Juristen

Besonders im Bereich der Strafrechtspflege sind für Juristen psychologische Kenntnisse von großem Vorteil, wie für Psychologen juristisches Wissen unabdingbar ist, um im forensischen Bereich erfolgreich tätig zu werden. In diesem Seminar besteht das Ziel nicht in der Vermittlung von "Psychologie für Juristen" oder "Recht für Psychologen", sondern der Entwicklung einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den Professionen. Die Themen beziehen sich auf ausgewählte Arbeitsgebiete der Rechtspsychologie und des Strafrechts, wobei die Einzelheiten mit den Teilnehmern(-innen) abgestimmt werden: Der Schwerpunkt in diesem Semester ist das Thema "Vernehmung".

Seminar Psychologie im Familienrecht (jedes Wintersemester)

Interdisziplinäres Seminar für angehende Psychologen und Juristen

Besonders im Bereich der Strafrechtspflege und des Familienrechts sind für Juristen psychologische Kenntnisse von großem Vorteil, wie für Psychologen juristisches Wissen unabdingbar ist, um im forensischen Bereich erfolgreich tätig zu werden. In diesen Seminaren besteht das Ziel nicht in der Vermittlung von "Psychologie für Juristen" oder "Recht für Psychologen", sondern der Entwicklung einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den Professionen.

Juristitsche Grundlagen psychologischer Sachverständigentätigkeit (jedes Sommersemester)

Die Veranstaltung soll Studierenden der Psychologie einen Überblick über die juristischen Rahmenbedingungen einer späteren Tätigkeit als forensischer Sachverständiger geben. Hierfür sind Kenntnisse der formellen und materiellen Rechtslage in den für die Tätigkeit einschlägigen Gebieten an sich unabdingbar. So wird zunächst ein Einblick in die Grundzüge der deutschen Rechtsordnung gewährt. Ein weiterer Schwerpunkt ist das materielle Familienrecht (insb. Sorge- und Umgangsrecht) sowie das maßgebliche Verfahrensrecht. Weiterhin wird auf den Bereich des Strafrechts und Strafprozessrechts, die Stellung des psychologischen Sachverständigen im Gerichtsverfahren sowie berufsrechtliche Besonderheiten eingegangen.

Betäubungsmittelstrafrecht aus interdisziplinärer Sicht (jedes zweite Wintersemester)

Das Betäubungsmittelstrafrecht hat nicht nur eine juristisch-dogmatische Dimension, sondern vor allem auch eine empirische. In der Vorlesung kommen Vertreter verschiedener Berufsgruppen zu Wort (juristische Dogmatik, Richterschaft, Rechtsmedizin, Kriminologie, Strafverteidigung), die jeweils aus ihrer Sicht zu den zentralen Punkten rund um den Betäubungsmittelkonsum und seine derzeitige gesetzliche Regelung Stellung nehmen.

Sachverständige im Strafverfahren (jedes zweite Wintersemester)

Strafrechtliche Entscheidungen sind häufig von einer besonderen Sachkunde in medizinischen, psychiatrischen, kriminologischen oder technischen Fragen abhängig. Das Gericht bestellt in diesen Fällen ggf. einen Sachverständigen, die Verfahrensbeteiligten können die Zuziehung eines [weiteren] Sachver-ständigen beantragen (§ 244 IV StPO).

Die Vorlesung will einen Einblick in die Tätigkeit der Sachverständigen vermitteln und anhand praktischer Fälle die Möglichkeiten und Grenzen dieses Beweises aufzeigen. Nach einer Einführungsstunde zu den rechtlichen Grundlagen werden die verschiedenen Sachverständige von ihrer Arbeit berichten. Die Vorlesung schließt mit einer Podiumsdiskussion, an der weitere Verfahrensbeteiligte zu Wort kommen (Richter, Verteidiger, Staatsanwälte).

Prozess-Simulation für interdisziplinäre Strafrechtspraxis (ProfiS)

Die Lehrveranstaltung ProfiS simuliert eine strafrechtlichen Hauptverhandlung und damit das Kernstück eines Strafverfahrens. Hierbei spielen neben den juristisch-dogmatischen vor allem auch psychologische, pädagogische und kriminologische Fragen eine bedeutende Rolle. Die Prozess-Simulation macht diese Interdisziplinarität erfahrbar und bietet die Möglichkeit, gelerntes Wissen konkret umzusetzen.

Die juristischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern übernehmen die Rollen der verschiedenen Verfahrens-beteiligten und bereiteten sich in Gruppen - unterstützt von erfahrenen Trainern aus der forensischen Praxis - auf die eintägige Hauptverhandlung vor.

Die den Gruppen zugeordneten Studierenden der Psychologie erarbeiteten zur jeweiligen Gruppenrolle passende Themen aus dem Bereich "Psychologie im Strafrecht", können die Juristen auch bei deren Arbeit beobachten oder beraten und präsentieren ihre Ergebnisse am Reflexionstag.

Weitere Informationen finden Sie im hinterlegten Faltblatt ProfiS SS 2017.

Einen Bericht zur Prozess-Simulation im Sommersemester 2015 finden Sie hier.

Studierende während der Hauptverhandlung im Sommersemester 2015 vor dem "Landgericht Alzey".

frühere Lehrveranstaltungen

Kriminologisch fundiertes Soziales Training (KrimST)  (SoSe 2013 bis SoSe 2014)

Das Kriminiologisch fundierte Soziale Training (KrimST) führte Lehre, Forschung und Praxis unmittelbar zusammen. Es wurde als innovatives Lehrprojekt vom Gutenberg Lehrkolleg (GLK) gefördert.

In einem interdisziplinären Blockseminar erarbeiteten Studierende und Lehrende gemeinsam die theoretischen Grundlagen des Sozialen Trainings und absolvierten erste praktische (gruppenpädagogische) Übungen durch. In der zweiten Phase erfolgte die kriminologische Diagnostik mit straffälligen Jugendlichen, die vom Amtsgericht Wiesbaden die Auflage erhalten hatten, an einem Sozialen Trainingskurs teilzunehmen. In der dritten Phase waren die Studierenden als Co-Trainerinnen und Co-Trainer in den Sozialen Trainingskurs eingebunden. Nähere Informationen finden Sie hier.

Studierende des KrimST beim tierpädagogischen Tag und bei der praktischen Erprobung im Hochseilgarten.